Roman Rausch liest am 1.10.16 in Uettingen

Bombennacht RomanRauschAm 1. Oktober um 13 Uhr liest Roman Rausch im Spielhimmel in Uettingen aus "Bombennacht", einem 24-Stunden-Protokoll des Bombenangriffs auf die Lazerarett- und Flüchtlingsstadt Würzburg kurz vor Ende des 2. Weltkriegs. Vorab, immer freitags, beantwortet Roman Rausch Fragen zum Hintergrund der Zerstörung Würzburgs, den verheerenden Feuerstürmen und dem Überleben und Sterben in den luftschutzuntauglichen Kellern der alten Bischofsstadt.

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Zum Buch:

Der 16. März 1945 ist ein wunderbarer Frühlingstag in Würzburg. Die Stadt am Main ist Zufluchtsort vieler Tausend Vertriebener, Ausgebombter und Verwundeter. Die Lazarette und Krankenhäuser sind bis aufs letzte Bett belegt, in den Wohnungen herrscht Enge, die Nahrungsrationen sind knapp. Und dennoch gilt Würzburg bei vielen als der letzte Zufluchtsort im Reich, ein sicherer Hafen vor den gefürchteten Bombenangriffen der Alliierten.

Die amerikanischen und englischen Bomberstaffeln sind stets über Würzburg hinweggeflogen und haben Städte wie Berlin, Hamburg, Köln oder Dresden in Schutt und Asche gelegt, eine Feuerhölle, einen Feuersturm entfacht, dem viele Zivilisten grausam zum Opfer gefallen sind. Würzburg wird davon verschont bleiben, da sind sich alle sicher – schließlich habe Churchill hier studiert, heißt es, und der wird seine Universitätsstadt doch nicht angreifen.

Niemand weiß von den vielen Flugzeugen, randvoll mit Spreng- und Brandbomben bestückt, die sich an Englands Südküste formieren, um in dieser Nacht Würzburg und Nürnberg auszuradieren. Sie werden einen Feuersturm entfachen, wie ihn noch nicht einmal Dresden erlebt hat.