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Das Städtchen Karlstadt ganz historisch bietet Stadtführungen rhetorisch für Gruppen an, die interessiert, was im Lauf der Zeiten ist passiert.
Rienecker Ritter drängten heran, griffen am Berghang die Karlsburg an. Konrad v. Querfurt gibt sie nicht her eine Stadt als Bollwerk wünschte er.
Karlburg musst einen Flaak hergeben und um Zwölfhundert dann erleben, wie Karlstadt ganz nach Plänen entstand, das Stadtrecht gab man in Bürgers Hand.
Es entstanden Türme und Mauern, Gänse und Vieh hielten die Bauern, doch der Bischof wollte guten Wein, nicht ein Bierbrauer durfte herein.
Frommer Sohn des Schulzen Bodenstein, schreibt sich an der Uni Erfurt ein, wird Doktor Karlstadt, ein Humanist, Doktorvater von Luther er ist.
Der Lehre Luthers und Bodensteins, da waren viele Karlstadter eins, folgen sie trotzig, im Glauben fest, gering war der Altgläubigen Rest.
Fünfzehnfünfundzwanzig Bauernaufstand zerstört in Franken und Schwabenland dreihundert Burgen auf lichten Höh´n, auch fünfzig Klöster in Flammen steh'n.
Die Karlsburg hier viel Schaden erlitt, Bischof v. Thüngen zur Strafe schritt. Neun Bürger er tief ins Unglück stieß, weil er am Marktplatz sie köpfen ließ.
Johann Schöner hielt sich dabei raus, hat eigene Druckerei im Haus baut Erdgloben mit Amerika lehrt in Nürnberg als Professor gar.
Michael Beuther, Johannes Drach, folgten den großen Vorbildern nach. Doch die Papstbulle den Luther bannt, Die Schriften Karlstadts wurden verbrannt.
Getrennte Wege nun beide geh’n, kein Kurfürst will Karlstadt bei sich seh’n. Erst in Basel man ihn anerkennt als Professor fürs Alt-Testament.
Fürstbischof Julius Echter sah rot, brachte Fünfzehnsechsundachtzig in Not, jeden, der den Papst in Rom nicht will. Die Schweigerose hielt viele still.
Der alte Glaube kehrt rasch zurück Für arme Leute gab es zum Glück Hilfe, die froh in die Zukunft schaut, ein neues Spital wurde gebaut.
Apothekerlehrling wurde hier, Rudolf Glauber Sechzehnhundertvier. Als Chemiker ist er heut bekannt sein Glaubersalz kennt jeder im Land.
Auch Schweden fielen in Karlstadt ein, verursachten Leid und große Pein. Als der dreißigjährige Krieg vorbei war Deutschland nun endlich wieder frei.
An Fachwerkhäusern brachte man dann große Madonnen zum Schutze an. Ein jeder sollte deutlich sehen, dass Karlstadter zum Papste stehen
Das Industriezeitalter begann mit Brücke, Zementwerk, Eisenbahn Die Altstadtsanierung, Schritt für Schritt zog besonders den Tourismus mit.
Fachwerkhäuser werden bewundert, die Stadtpfarrkirche von dreizehnhundert, mit Riemenschneider Kanzel aus Stein, in die Schatzkammer blickt man hinein.
Historisch das Rathaus präsentiert, den Trausaal, für Paare integriert. Das Museum, ein adelig’ Haus, stellt auch Tradition und Weinbau aus.
Das wohl älteste Haus unserer Stadt, als Bibliothek Verwendung hat. Die Kemenate mit Leseraum, übersehen die Touristen kaum.
Die Rossmühle wurde neu saniert ein Backhaus ist bald installiert. Die Galerie im oberen Tor bringt Kunst und Ausstellungen hervor.
In das Theater gerne man schaut, neu das Klempnermuseum erbaut. der Maintalradweg führt hier entlang die Altstadt lädt ein zum Stadtrundgang.
*Die Burg wird urkundlich Karlburg genannt, es wurde zum besseren Verständnis die Bezeichnung Karlsburg gewählt.
(C) Barbara Wolf
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