Susanne Borée

 

Mit 18 Jahren schien mir die Welt der Dichtkunst zu Füßen zu liegen. Zweimal kurz hintereinander wurden Gedichte sowie eine Kurzgeschichte von mir ausgewählt, in einer Anthologie veröffentlicht zu werden. Einer dieser Preise schloss sogar einen Händedruck mit einem hohen Repräsentanten des Nordrhein-Westfälischen Kultusministeriums mit ein.

Das Erwachen auf diesen Frühling folgte schnell: Denn die Poesie war doch zu sehr eine brotlose Kunst - wie sich bald feststellen ließ. Zwar schrieb ich fleißig vor allem Gedichte weiter, doch im praktischen Leben ergab sich dann doch der Zwang zu Kompromissen mit der Wirklichkeit. So wählte ich ein Lehramts-Studium mit den Fächern Geschichte, Germanistik und Ev. Religion. Und in meiner Freizeit war ich häufiger für die Lokalpresse in Marburg und später nach dem Wechsel des Studienortes für die Berliner Kirchenzeitung unterwegs. Doch selbst das war mehr oder weniger als ein Hobby anzusehen. Denn: Putzen gehen bringt einen besseren Stundenlohn.

Zum Glück allerdings erwies es sich bei mir auch als eine Investition in die Zukunft, denn nach meinem Referendariat half es mir dabei, einen Volontariatsplatz, diesmal in Kiel, zu finden. Auch das kreative Schreiben gab ich nie ganz auf und verfasste neben vielen kürzeren Texten auch einen historischen Roman, der im Paris Anfang des 13. Jahrhunderts spielt. Allerdings wartet dieses Werk noch auf seine Entdeckung und Veröffentlichung. Bereits während dieser Zeit in Kiel war ich Mitglied beim Autorenkreis "Euterpe" und veröffentlichte dort auch einige meiner Gedichte in der Anthologie "Poetische Porträts". Außerdem brachte ich im Eigenverlag das Gedichtsbändchen "Aufbrüche" heraus (Leseprobe unter www.boree.de/Weiter/poesie.pdf).

Inzwischen bin ich Redakteurin beim "Ev. Sonntagsblatt aus Bayern" mit Sitz im schönen, aber engen Rothenburg ob der Tauber. Zu meinen Aufgaben jedoch gehört es auch, ein "Christliches Jahrbuch" zu erstellen, in dem poetische und fiktionale Texte durchaus ihren Platz haben. So haben sich meine poetischen Wurzeln schließlich doch noch gelohnt.

 

Veröffentlichungen

Verschiedene Gedichte im "Christlichen Jahrbuch 2008" und im "Christlichen Jahrbuch 2007", Verlag J. P. Peter, Rothenburg ob der Tauber 2006 und 2007

Gedichte "Der Holzschnitzer" und "Blick in den Spiegel" in der Anthologie "Poetische Porträts", Hg. Therese Chromik, Bodo Heimann u.a. für den "Euterpe Literaturkreis", Husum 2005

Gedichtband "Aufbrüche", Kiel 2003

Gedichte "Tastend nach dem Licht" und "Glück" in der Anthologie "Tastend nach dem Licht", Hg. Peter Conrady, Verlag: Die blaue Eule, Essen 1988

Kurzgeschichte "Das Gesicht in der Nacht" in der Anthologie "Die Erklärung. Ausgezeichnete Kurzgeschichten", Hg. Peter Härtling u.a., Quell Verlag, Stuttgart 1988

Eine Übersicht über meine wichtigsten Zeitungsartikel finden Sie unter www.boree.de/Artikel/uebersicht.html.

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