Mitglied

Fabian Bader, geb. 1993, studierte Philosophie, Germanistik und Geschichte und schloss sein Studium als Bachelor of Arts ab. Für seine Prosa, die in Anthologien und Zeitschriften veröffentlicht wird, erhielt er zahlreiche Preise und Stipendien. So war er u. a. Gewinner der PULS-Lesereihe 2015 und des Write&Read Nachwuchspreises der Jungen Verlagsmenschen. 2016 war er Stipendiat des Schreibhains Berlin, 2016/17 absolviert er eine Fortbildung an der Bayerischen Akademie des Schreibens (Literaturhaus München) unter der Leitung von Kristof Magnusson und Lektor Florian Kessler des Hanser-Verlags.

 

Auszeichnungen und Auftritte (Auswahl)

2017 Mitglied der Textwerkstatt II Darmstadt unter der Leitung von Martina Weber
2016/17 Bayerische Akademie des Schreibens für Studierende der bayerischen Universitäten (einjährige Fortbildung am Literaturhaus München unter der Leitung von Kristof Magnusson und Lektor Florian Kessler des Hanser-Verlags)
2016 Lesung bei Hörgang#7 in München
  Stipendiat des Schreibhains Berlin (18-monatige berufsbegleitende Autorenausbildung)
  Exklusiver Schreibworkshop der PULS-Lesereihe bei Claudius Nießen
  Lesung auf der Langen Leipziger Lesenacht
  Gewinner des Write&Read Nachwuchspreises der Jungen Verlagsmenschen.
2015 Lesungen beim PULSClubfestival Traunstein
  Eröffnung des Finales der deutschsprachigen PoetrySlam-Meisterschaft 2015
  Gewinner der PULS-Lesereihe 2015

 

Veröffentlichungen

#Bachelor of Hearts. In: PULS-Lesereihe Jubiläumsband, Allitera Verlag München, 2015.

Fliegen lernen. In: Was geht, wenn nichts mehr geht. Spacenetaward 2015/2016 (Hrsg. Sebastian v. Bomhart).

Der Tod ist schön (Auszug). In: Shortlist des Write&Read Nachwuchspreises der Jungen Verlagsmenschen

The Bachelor in Würzburg. In: Liebe Nachbarn (1/2016).

Gern geschehen. In: Lautschrift (18/2015).

Bachelor of Hearts. In: Lautschrift (19/2015).

 

Fabian Bader 

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1967 in Schweinfurt geboren und mit 7 weiteren Geschwistern aufgewachsen.

Zuhause ging es immer turbulent zu und ich zog mich gerne in mein Zimmer zurück. Dort schrieb ich Geschichten, in denen ich immer als Heldin hervorging, unverwundbar, was aber im Alltag unmöglich war.

Nach der Schule musste ich feststellen, dass Realität und Fantasie wie eine Schere weit auseinanderklaffen können. Also beendete ich meine kreative Schreibphase, wurde wieder Mensch aus Fleisch und Blut und trat ins Arbeitsleben ein. Meine Lehre als Bürokauffrau habe ich wegen gähnender Langeweile abgebrochen und arbeitete danach bei den amerikanischen Streitkräften im Büro, um dort mein Englisch aufzubessern und natürlich mein leeres Bankkonto. Das Schreiben lag derweil auf Eis.

1986 lernte ich meinen Mann kennen, der in Schweinfurt eine Pizzeria betrieb. Fortan kreierte und kochte ich mit ihm zusammen leckere italienische Gerichte. 1988 heiratete ich und wurde 1990 zum ersten Mal Mutter.

1994 zogen wir nach Würzburg und eröffneten dort zwei italienische Feinkostgeschäfte. Drei weitere Kinder folgten und bei einer 7 Tage-Arbeitswoche blieb mir auch da keine Zeit zum Schreiben.

2005 Scheidung und berufliche Neuorientierung.

Seitdem ist viel Zeit vergangen. Inzwischen habe ich meine Berufung in der Alten- und Behindertenpflege gefunden. Ich schreibe keine Geschichten mehr, sondern bin seit 2012 der Lyrik verfallen und viele meiner Gedichte sind inzwischen in verschiedenen Anthologien erschienen.

Ich bin Mutter, reglose Nacht, Versflüsterin, Frau, Musenbändigerin, Oma, verzückter Tag, sanftes Tier. Ich bin Kind, das Geschichten liebt, Erde, buchstabenbesiedelte Landschaft, Maulwurf, Mangrovenwald, Fluss über den ein schmaler Steg führt, Lyrikerin.

Aber ihr könnt mich auch nur Marina nennen, wenn ihr wollt.

 

Eigene Publikationen

2014 „Warum ein Maulwurf keinen Schmetterling fangen kann"- Depression in Lyrik und Prosa. Verlag 3.0.

2015 „Fingerbeeren" Lyrik. Lorbeer-Verlag.

2017 „Die Nacht trägt Flutsplitter aus Malachit" (zusammen mit Natascha Huber), Lyrik. Verlag 3.0.

„Rabenschreie und Erdbeermond" (zusammen mit Perdita Klimeck und Ingrid Herta Drewing), Lyrik. Sperling-Verlag.

 

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E-Mail an Marina Maggio

Textproben

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War schon früher ein fanatischer Vielleser, gelegentlich hart an der Sozialunfähigkeit dahinfabulierend und schreibend. Heute mehr oder weniger notdürftig in die Gemeinschaft der Menschen eingegliedert und die eigenen kleinen Träume und Schrecken mit den Freuden und Ängsten der anderen auf die große Weltwiese gestellt.

Immer wieder allerdings von hartnäckigen Schreibanfällen heimgesucht, die sich alleine durch das Verfassen wissenschaftlicher Publikationen nicht davonjagen lassen.

Böse, langdauernde Schreibanfälle, bei denen Gedanken und Gesichter zu Geschichten gerinnen und sich schließlich oft genug kleine, ungerufene Buchstaben zu Silben, Sätzen, ja sogar ganzen Texten zusammenrotten, ein Wort-Mob sozusagen, leider ungeflasht.

Inzwischen ein fast chronischer Zustand.

Also: beinahe großes Glück.

 

Veröffentlichungen:

Jung, Johannes & Wirth, Hennry: Das Kreuz. Zeichnungen/Objekte/Texte (1983). Katzmann-Verlag. Tübingen.

Jung, Johannes & Wirth, Hennry: Ritze & Dee. (2001). BM-Verlag. Kahl.

Jung, Johannes: Die Elefantöse. Eine zarte Geschichte aus dem Unterholz. Roman. (2014) Rmd-Verlag. Gerbrunn.

Jung, Johannes: Im Halbschatten. (2015) Rmd-Verlag. Gerbrunn.

 

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Schon mit vier Jahren habe ich überzeugend blumige Lügengeschichten vorgetragen – und geriet dadurch wiederholt in Bredouille, als die Nachbarskinder, oft eine ganze aufgebrachte Clique, unsere Wohnung für Tage umstellten, weil die versprochenen Beweise meiner unermesslichen Zauberkräfte und fast alltäglichen Heldentaten auf sich warten ließen.

Erst später kam mir in den Sinn, die mir zustehenden, sich bloß vorübergehend irgendwo im Raum verirrten, edlen Züge – aber auch erdenklich dreiste Attitüden jeder Art – in andere Personen, also aufs Papier, zu projizieren.

In der Zeit dazwischen konnte ich mir nicht genug an gedruckten Lettern einverleiben. Über die festgelegte Tagesordnung hinaus las ich nachts heimlich in der Abstellkammer oder mit einer Taschenlampe unter der Bettdecke. Ich las stehend in der U-Bahn und blickte manchmal im Schulunterricht verstohlen ins abenteuerreiche Buch auf meinem Schoß. Bis mein Notenschnitt einen Sturz erlitt, und sämtliche Büchereien unserer Stadt auf Anweisung meiner Eltern ein Hausverbot für mich verhängt hatten – vorerst.

Kennt Ihr das vielleicht? Lesen im Halbdunkeln, wo das spärliche Licht zwischen den ermüdeten Augenliedern flackert, und die präzise gezeichnete Wirklichkeit, sich auflösend, ihre zum allerlei Umdeuten freigegebenen Schatten zurücklässt ... In diese Grotte voller Träume geriet man dann auch tagsüber, an dem durch flüchtige Beobachtung oder zufällig wahrgenommene Sprachsequenz herausprovozierten, eindringlichen Gedanken „Was wäre, wenn ...?“ gestolpert.

Wenn dann die realen Ereignisse – manchmal erst nach Jahren – meiner Erdichtung nacheilen, kann ich mein vergnügtes Lächeln kaum noch verbergen. Wie fantasielos waren doch meine kleinen Kumpanen, indem sie den Glauben an meine Zauberkräfte verschmähten!

Nun bin ich erwachsen und erzähle niemandem davon direkt – wie auch darüber, dass ich in der Tat auf den Mienenfeldern gespielt und Braunbären umarmt habe, und später auch ...

Was, ihr glaubt mir wohl wieder nicht?


  • am Baikalsee geboren
  • aufgewachsen und studiert in der Heimat ihrer Eltern in und bei St. Petersburg
  • Konstrukteurin, Dipl. Ingenieurin für Raumfahrttechnik
  • lebt seit 1992 in Würzburg
  • schreibt Lyrik, Essays und - soweit ihre knappe freie Zeit dies zulässt - auch Drehbücher

 

Veröffentlichungen

Gedichte in „Worte, Welten, Wirklichkeiten“ - Buchverlag G. H. Hofmann 2015, ISBN 978-3-932737-62-6 .

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Amadé Esperer wohnt seit einiger Zeit wieder in Würzburg, nachdem er längere Zeit in den USA und Norddeutschland lebte. Er ist Naturwissenschaftler und Mediziner, beschäftigt sich jedoch auch seit einigen Jahren mit linguistischen & literarischen Studien. Aus linguistischer Sicht interessieren ihn vor allem modifizierte Whorf-Sapir-Theorien. Seine Lieblingssprachen sind Italienisch, weil es so musikalisch ist, Deutsch, weil es ein so mächtiges Denkmedium und Hessisch, weil es seine Muttersprache ist, Englisch, weil es die Sprache von William Shakespeare, Sylvia Plath und Terry Prachett ist, Aramäisch, Hebräisch und Ivrit, weil dies Sprachen einer überaus bedeutenden Kultur sind und, last, but not least, Französisch, weil es die schönste Sprache und die Sprache von A E‘s Vorfahren ist.

In all diesen Sprachen gab und gibt es große Literatur und Lyrik. In der deutschen, englischen und italienischen Lyrik ist A.E. selbst als Autor und Übersetzer unterwegs. Eines seiner laufenden Projekte ist die Herausgabe von ausgewählten Gedichten von Salvatore Quasimodo für einen traditionsreichen Verlag bei Berlin. Ein weiteres Projekt ist ein Buchprojekt mit eigener Lyrik bei einem größeren deutschen Verlag.

Zuletzt erschienen von A. E. überwiegend deutsche Gedichte unter dem Titel „Sphärische Lyriden. 2017 wurde er mit einer Auswahl seiner Gedichte für den Irseer Pegasus nominiert (18 Nominierte bei 150 Einsendungen). Der Jury gehörten u. a. Markus Orths und Katja Lange-Müller an.

 

Buchveröffentlichungen

Herausgeber der Anthologie „Worte, Welten, Wirklichkeiten" ISBN 978-3-932737-62-6.

Sphärische Lyriden. Gedichte. ISBN: 978-3-932737-15-2.

 

Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften

Wortlaut Jahrgang 2014; Nr: 20, pp.90-91.

Gedichte. In: Literaturzeitschrift "Orte", Nr. 182, 2015.

Wortlaut Jahrgang 2015; Nr. 21, pp.80-81.

Wortlaut Jahrgang 2016; Nr. 22; pp.88-89.

Literator, Rumänische Zeitschrift für Kunst und Literatur; 2016, Jahrgang 6, Nr. 23, pp. 24-25.

 

Anerkennungen

Teilnahme am Irseer Pegasus 2017 (Jury Katja Lange-Müller, Markus Orths u. a.).

 

Veranstaltungen

Lesungen u. a. im Toscana-Saal der Residenz Würzburg zu Umberto Eco und William Shakespeare.

Moderation der Offenen Textwerkstatt des Autorenkreises Würzburg.

 

 

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